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    »In New York wurde ein Toter an der Brooklyn
    Bridge aufgehängt, das Wort „Köder“
    tief in seine Brust geritzt.
    Das lässt nur einen Schluss zu:
    Ein Killer kopiert den berühmten
    Londoner Ragdoll-Fall.

    Chief Inspector Emily Baxter wird sofort von
    den US-Ermittlern angefordert...
    Daniel Cole, Hangman

Hangman – Das Spiel des Mörders
Erscheinungstermin: 02.1.2018

»Wie fasst man einen Mörder, der längst tot ist?« - Vom Autor des Spiegel-Bestsellers Ragdoll. Dein letzter Tag.
In New York wurde ein Toter an der Brooklyn Bridge aufgehängt, das Wort „Köder“ tief in seine Brust geritzt. Das lässt nur einen Schluss zu: Ein Killer kopiert den berühmten Londoner Ragdoll-Fall. Chief Inspector Emily Baxter wird sofort von den US-Ermittlern angefordert. In den USA ist der Druck der Medien enorm. Als ein zweiter Toter entdeckt wird, diesmal mit dem Wort "Puppe" auf der Brust, dreht die Presse völlig durch und mit ihr die Internet-Communities. Baxter und ihre Kollegen von FBI und CIA werden zum Spielball des grausamen Mörders – wer kann seinen Irrsinn stoppen? Und wer hält im Hintergrund die Fäden in der Hand? ...

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Auch als Hörbuch:
Erscheinungstermin: 12.1.2018

Gekürzte Lesung mit Peter Lontzek
2 CDs, 700 Minuten Laufzeit
ISBN 978-3-95713-113-3

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Ragdoll - Dein letzter Tag
Erschienen: 27.3.2017

Der umstrittene Detective William Oliver Layton-Fawkes, genannt Wolf, ist nach seiner Suspendierung wieder im Dienst bei der Londoner Polizei. Wolf ist einer der besten Mordermittler weit und breit. Er dachte eigentlich, er hätte schon alles gesehen. Bis er zu einem grausigen Fund gerufen wird. Sechs Körperteile von sechs Opfern sind zusammengenäht zu einer Art Flickenpuppe, einer »Ragdoll«. Gleichzeitig erhält Wolfs Exfrau eine Liste, auf der sechs weitere Morde mit genauem Todeszeitpunkt angekündigt werden. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, doch der Ragdoll-Mörder ist der Polizei immer einen Schritt voraus. Und der letzte Name auf der Liste lautet: Detective William Oliver Layton-Fawkes ...

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Leseprobe

Daniel Cole
Kriminalroman
Aus dem Englischen übersetzt von Conny Lösch
ISBN 9783548289212
Auch als E-Book erhältlich.

PROLOG

»Es gibt keinen Gott. Punkt.«
Detective Chief Inspector Emily Baxter betrachtete sich in dem verspiegelten Fenster des Vernehmungsraums, lauschte möglichen Reaktionen ihres Publikums nebenan auf diese unpopuläre Wahrheit. Nichts. Sie sah furchtbar aus: eher wie fünfzig als fünfunddreißig. Dicke schwarze Fäden hielten ihre Oberlippe zusammen, spannten beim Sprechen und erinnerten sie an Dinge, die sie lieber vergessen hätte, alte und neue. Die Schürfwunde auf ihrer Stirn wollte nicht heilen, ihre gebrochenen Finger waren geschient, und unter ihrer leicht feuchten Kleidung verbargen sich noch mindestens ein Dutzend weitere Verletzungen. Demonstrativ gelangweilt drehte sie sich zu den beiden Männern um, die ihr am Tisch gegenübersaßen. Keiner von beiden sagte etwas. Sie gähnte und fuhr sich mit den unversehrten Fingern durch ihr langes braunes, leicht verfilztes Haar, dem die drei Tage Trockenshampoo anzusehen waren. Dass Special Agent Sinclair ihre letzte Antwort ganz offensichtlich nicht gefiel, war ihr egal. Der beeindruckend glatzköpfige Amerikaner notierte etwas auf einem Blatt mit aufwendigem Briefkopf.

Atkins, der Kontaktbeamte von der Metropolitan Police, wirkte neben dem elegant gekleideten Ausländer eher unscheinbar. Baxter hatte die vorangegangenen fünfzig Minuten größtenteils damit verbracht, zu überlegen, welche Farbe sein beiges Hemd ursprünglich einmal gehabt haben mochte. Seine Krawatte saß locker, als hätte ein menschenfreundlicher Henker sie ihm gebunden – leider bedeckte sie nicht den relativ frischen Ketchupfleck. Atkins verstand das Schweigen als Stichwort und schaltete sich ein:»Das muss Thema einiger recht interessanter Gespräche mit Special Agent Rouche gewesen sein«, bemerkte er. Atkins lief Schweiß seitlich am rasierten Schädel herunter. Grund waren die Lampen und die heiße Heizungsluft, die bereits vier Paar verschneite Stiefelabdrücke auf dem Linoleumboden in dreckige Pfützen verwandelt hatte. »Soll heißen?«, fragte Baxter. »Das soll heißen, dass laut seiner Akte …«
»Scheiß auf seine Akte!«, unterbrach Sinclair Atkins. »Ich habe mit Rouche zusammengearbeitet und weiß ganz sicher, dass er ein gläubiger Christ ist. «Der Amerikaner blätterte in einem mit Einlegeblättern fein säuberlich unterteilten Ordner zu seiner Linken und entnahm ihm ein Dokument mit Baxters Handschrift. »Genau wie Sie, jedenfalls geht das aus den Unterlagen hervor, mit denen Sie sich auf Ihre aktuelle Stelle beworben haben.« Er hielt Baxters Blick stand, kostete es aus, die streitsüchtige Frau eines Widerspruchs überführt zu haben. Jetzt da er bewiesen hatte, dass sie in Wirklichkeit denselben Glauben hatte wie er und ihn lediglich hatte provozieren wollen, war seine Welt wieder im Lot. Baxter jedoch guckte so gelangweilt wie zuvor.
»Ich bin der Überzeugung, dass Menschen im Allgemeinen Idioten sind«, fing sie an, »und viele davon hängen der irrigen Vorstellung an, es gäbe einen Zusammenhang zwischen hirnloser Gutgläubigkeit und einem gefestigten Moralverständnis. Mir ging es eigentlich nur um die Gehaltserhöhung. «Sinclair schüttelte angewidert den Kopf, als wollte er seinen Ohren nicht trauen. »Dann haben Sie gelogen? Das spricht allerdings auch nicht gerade für ein gefestigtes Moralverständnis.« Er lächelte dünn, machte sich weiter Notizen.Baxter zuckte mit den Schultern:»Sagt aber einiges über hirnlose Gutgläubigkeit.« Sinclairs Lächeln verschwand. »Wollen Sie mich bekehren oder was?«, fragte sie, konnte der Versuchung nicht widerstehen, die Geduld ihres Gegenübers weiter zu strapazieren. Plötzlich sprang Sinclair auf und beugte sich über den Tisch. »Ein Mann ist tot, Chief Inspector!«, brüllte er. Baxter zuckte nicht mit der Wimper. »Viele sind tot … nach allem, was passiert ist«, murmelte sie, aber dann wurde auch sie wütend, »und aus unerfindlichen Gründen verschwenden Sie und Ihre Leute Ihre Zeit mit der einzigen Person, die den Tod verdient hat!«
»Wir fragen«, schaltete Atkins sich ein, versuchte die Situation zu entschärfen, »weil neben der Leiche entsprechende Hinweise gefunden wurden … religiöser Art.«
»Die können von jedem x-Beliebigen stammen«, sagte Baxter. Die beiden Männer warfen sich einen Blick zu, dem sie entnahm, dass es noch mehr gab, das sie ihr nicht mitteilen wollten. »Haben Sie Informationen darüber, wo Special Agent Rouche sich aktuell aufhält?«, fragte Sinclair sie...



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© 2017 by Daniel Cole
© der deutschsprachigen Ausgabe Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin 2017


Daniel Cole

Daniel Cole, Jahrgang 1983, hat für die britische Seenotrettung, davor als Rettungssanitäter und Tierschützer gearbeitet. Sein Drang, Menschen zu retten, entspringt möglicherweise dem schlechten Gewissen wegen der großen Zahl der Figuren, die er beim Schreiben umbringt. Er lebt im sonnigen Bournemouth in Südengland und ist meist am Strand anzutreffen, obwohl er eigentlich an seinem nächsten Buch schreiben sollte. Sein Debüt »Ragdoll« erschien in 34 Ländern, die Filmrechte wurden verkauft. »Hangman« ist sein zweiter Thriller.

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